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11.02.2007 15:26
Röhre, Plasma oder LCD? Bei TV-Kauf auf Empfangsart achten! antworten

Wer sich einen neuen Fernseher anschaffen will, den erwartet in den Elektronikmärkten derzeit ein riesiges und ziemlich unübersichtliches Angebot. Plasma oder doch LCD, die gute alte Röhre oder gleich der Beamer - die Entscheidung fällt vielen nicht leicht. Viele Geräte sind mittlerweile "HD-ready", einige unterstützen sogar "Full HD"-Auflösung. "Entscheidend ist meist die Art des Empfangs", sagt Herbert Noll von Stiftung Warentest.

Probleme mit Analog-Signalen
Mit analogen Signalen über Scart-Kabel tun sich die Flachbildschirme nämlich schwer. Erst bei digitalen Signalen zeigen sie ihre Stärken. Das beste Bild liefern daher immer noch herkömmliche Röhrenbildschirme, wenn der Empfang analog über Kabel oder Antenne kommt.

Anschlüsse wichtig
Digitales Fernsehen kommt hingegen auf Plasma- oder LCD-Geräten am besten rüber. Der DVB-T-Empfänger sollte allerdings schon mit eingebaut sein, denn sonst wird das Signal doch wieder nur analog übertragen. Wer sich einen neuen Fernseher anschafft, sollte daher auch auf die Anschlüsse des Zuspielgeräts wie DVD-Spieler und Digitalreceiver achten. Einen Scart-Eingang haben alle, aber bei Digital-Anschlüssen sieht das etwas anders aus. Die Zahl und Art der Anschlüsse ist insbesondere wichtig, wenn andere Geräte - etwa der Computer, die Spielkonsole oder eine Digitalkamera - mit angeschlossen werden sollen.

Vor- und Nachteile
Entscheidend ist auch, was der Nutzer mit dem Fernseher anfangen will. Plasmafernseher etwa leuchten weniger hell als LCD-Bildschirme, die dafür tagsüber die besseren Ergebnisse bieten. Dafür kann man das Bild des Plasmageräts auch noch von der Seite gut erkennen. Wer dagegen vor allem tagsüber stundenlang den Fernseher laufen lässt, sollte zum Röhren- oder LCD-Fernseher greifen, und für den Feierabend ist Plasma-TV interessant.

Wie im Kino
Wer es gerne groß mag, ist ebenfalls bei Plasmageräten richtig. LCD-Fernseher werden ab einer Bilddiagonalen von einem Meter für viele Verbraucher schlicht zu teuer. Allerdings kommt es entscheidend auf die Größe der Wohnung an. Wer einen überdimensionalen Bildschirm in ein Zehn-Quadratmeter-Zimmer stellt, fühlt sich schnell wie in der ersten Reihe im Kino - und da wollen bekanntlich nur wenige hin.

Bildhöhe mal fünf
Laut Noll lässt sich der optimale Abstand zum Fernseher ganz einfach berechnen, indem man die Bildhöhe mit fünf multipliziert. Bei einem Fernseher mit 60 Zentimeter Bildhöhe kommt man so auf einen Abstand von ungefähr 3 Metern.

Schärfer fernsehen
Das gilt allerdings nicht für das hochauflösende Fernsehen HDTV: Die Stärke der HD-Geräte liegt in der Nähe. Statt pixelig ist das Bild selbst aus geringer Entfernung noch scharf. Je weiter der Zuschauer weg sitzt, desto geringer wirkt rein optisch der Unterschied zu herkömmlichen Fernsehern.

Gute Röhrengeräte
Röhrenfernseher kommen immer mehr aus der Mode - doch zu Unrecht, meint Noll. Wem die Breite des Fernsehers egal ist und wer ihn nicht unbedingt an die Wand hängen muss, der wird auch bei den deutlich preiswerteren Röhren fündig. Die Bildqualität ist bei analogem Fernsehen meist sogar noch ein bisschen höher als bei den flachen Konkurrenten.

Bestes Heimkino
Allerdings kann weder Röhre noch Flachbild mit Beamern mithalten. Sie garantieren laut Noll das beste Heimkino-Erlebnis. Zur Dauerberieselung sind sie allerdings nicht geeignet, denn dazu ist der Betrieb zu teuer. Das liegt daran, dass die teuren Speziallampen, die für Beamer benötigt werden, eine begrenzte Lebensdauer haben.

Information ist alles
Egal ob Beamer, Flachbild oder Röhre - letztendlich ist der Preis für viele Kunden entscheidend. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn der Preis sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. "Es gibt preisgünstige Geräte, die gut sind, und teure Geräte, die weniger gut sind", warnt Noll. Wer eine Anschaffung plant, sollte sich daher über die einzelnen Produkte informieren, Testergebnisse zu Rate ziehen und sich den Fernseher seiner Wahl im Laden genau anschauen. Von Sonderangeboten zum Mitnehmen, die gut verpackt im Geschäft stehen, sollte man lieber die Finger lassen.

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