Marktforscher haben dem europäischen Markt bei der Umstellung auf das hochauflösende Fernsehen nach dem Aus von ProSieben-HD und Sat.1-HD ein schwieriges Umfeld vorhergesagt.
Die Auguren des Unternehmens Strategy Analytics legten am Dienstagnachmittag in London eine wenig optimistische Prognose vor: Die Abschaltung der Programme habe HDTV ins Wanken gebracht, ein "Schatten" liege nun über der Hoffnung europäischer Netzbetreiber, den Durchbruch schnell zu schaffen, hieß es. Die Anbieter sollten sich nun auf Pay-TV-Angebote konzentrieren und die Ausstrahlung von Free-TV-Programmen hinten anstellen, um eine kritische Masse hochauflösender Inhalte zu erreichen, rieten die Marktforscher.
Den Angaben zufolge nutzen erst fünf Prozent der Besitzer eines "HD ready"-Fernsehers auch entsprechend Programme über eine Settop-Box. Nach dem Aus von ProSiebenSat.1-HD Mitte Februar sind nur noch Anixe-HD, Premiere-HD und Discovery-HD in deutsch zu sehen. In Europa sollen nach aktuellen Zahlen bis Ende 2008 3,5 Millionen Abonnenten schärfer fernsehen, bis Ende 2012 etwa 20 Prozent aller Haushalte.