Mikrowellen machen eventuell bald die drahtlose Übertragung von Signalen bei HDTV-Displays und Projektoren möglich. Die TU Dresden entwickelte ein System, das bis zu 10 Gigabit/s übertragen kann.
Wie die Hochschule am Donnerstagabend mitteilte, basiert das neue System auf Pico-Funkzellen, die einen Durchmesser von wenigen Metern haben. Derartige Bandbereiten der Basisbandsignale erfordern Trägerfrequenzen im Mikrowellenbereich zwischen 26 bis 150 GHz. "Unseres Wissens handelt es sich hierbei um das erste System in Europa, das eine drahtlose Übertragung von 10 GBit/s im Mikrowellenbereich erlaubt", sagte Christian Schäffer vom Institut für Nachrichtentechnik der TU Dresden.
Die hohe Bandbreite pro Funkzelle erlaube neben der Übertragung der HDMI-Signale zeitgleich einen breitbandigen Internetzugang für 3D-Spiele, hieß es. Im kommerziellen Bereich ermögliche ein derartiges System die drahtlose Übertragung von 10 GBit/s Ethernet, die Standardtechnologie zur Verbindung von Rechnern über Local Area Networks (LAN).