Das japanische Ministerium für innere Angelegenheiten und Telekommunikation treibt die Entwicklung eines neuen hochauflösenden Fernsehstandards voran.
Wie die Tageszeitung "The Yomiuri Shimbun" am Montag (Ortszeit) berichtete, soll zusammen mit Senderbetreibern, Telekommunikationskonzernen und Geräteherstellern in Kürze ein erstes Pilotprojekt für "Super Hi-Vision" gestartet werden. Der Standard bietet eine sechzehn mal höhere Auflösung als das bisherige HDTV mit 1.920 x 1.080 Pixel. Statt zwei Millionen kommen dann 33,17 Millionen Bildpunkte zum Einsatz. Im 16:9-Format werden die Bilder mit 7.680 x 4.320 Pixel aufgelöst.
"Super Hi-Vision" ist bereits seit dem Jahr 2005 bekannt. Damals stellte der öffentlich-rechtliche Sender NHK erstmals Planungen in dieser Richtung vor. Konkrete Projekte allerdings gab es bislang nicht. Das soll sich nun offenbar ändern: Nach Angaben der Zeitung peilt die japanische Regierung einen Starttermin für 2015 ein. Spätestens im April solle eine erste Ausschreibung erfolgen, bei der Partner für das ehrgeizige Vorhaben gesucht würden, hieß es. Knackpunkt ist vor allem eine wirksame Kompression der gigantischen Datenmengen. Finanziell wird das Projekt voraussichtlich mit 300 Millionen Japanischen Yen (1,8 Millionen Euro) unterstützt.