Der Elektronikkonzern Philips will mit einem preisgünstigen Player für das Blu-ray-Format die Durchsetzung des potenziellen DVD-Nachfolgeformats forcieren.
Zu einem Preis von lediglich 350 US-Dollar (240 Euro) wurde der BDP7200 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt und soll ab April zunächst in den USA verkauft werden. Das Gerät unterstützt als erstes Produkt des Herstellers den interaktiven BD-1.1-Standard und BD-Java zur Darstellung von Bild-in-Bild-Kommentaren und anderen Sonderfunktionen. Neben der obligatorischen Full-HD-Unterstützung (1080p) sind Decoder für die neuen Audioformate Dolby-HD und dts-HD sowie ein Upscaler für die Hochrechnung von PAL- und NTSC-DVDs an Bord.
Der BDP7200 kann die hochauflösenden Bilder im Cinema-Modus mit 24 Frames pro Sekunde wiedergeben, was in Verbindung mit geeigneten Displays zur nahezu ruckelfreien Wiedergabe von Kinofilmen führt. Selbstverständlich sind digitale HDMI-Schnittstellen mit HDCP-Kopierschutz vorhanden, auch "Deep Color"-Support für die Darstellung von bis zu einer Milliarde Farbabstufungen wird bereitgestellt. Über den CEC-Standard (Consumer Electronics Controll) lassen sich weitere Geräte mit entsprechender Unterstützung über eine zentrale Fernbedienung steuern.
Ein Einführungstermin für Deutschland steht bislang nicht fest. Üblicherweise rechnen Hersteller in der Unterhaltungselektronikbranche US-Verkaufspreise trotz des derzeit starken Euros 1 zu 1 um, ein echter Schnäppchenpreis von 240 Euro steht daher nicht zu erwarten.