Der US-Hersteller Sling Media zeigt auf der kommenden Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine neue Media-Box fürs HD-Fernsehen.
Das neue Modell Slingbox Pro-HD kann hochauflösende Signale von Satellit oder Kabel in IP-Pakete umsetzen und in Haus oder Wohnung verteilen, teilte das Unternehmen am Freitagabend (Ortszeit) mit. Dabei kommt eine neue Streaming-Technologie zum Einsatz, die die Bilder und Töne bei gleichbleibender Qualität noch stärker komprimieren und damit auch WLAN-tauglich machen soll. Wer über eine Upload-Kapazität seiner Breitband-Anbindung von einem bis zwei MBit/s verfügt, dem verspricht Sling Media zudem auch das externe Streaming über eine Internet-Leitung.
Die Slingbox Pro-HD unterstützt 4:3- und 16:9-Formate in NTSC und HDTV. Sie verfügt wie ihre kleineren Brüder Slingbox Solo und Slingbox Pro über verschiedene analoge Video-Eingänge, deren Signale ebenfalls ins Hausnetz per IPTV eingespeist werden können. Erscheinen soll das neue Modell erst im dritten Quartal und dann knapp 400 US-Dollar kosten (270 Euro).
Auf PC- oder Mac-Rechner im Haus wird zum Empfang der IP-Signale eine Software installiert, die neben dem Abruf der Inhalte auch die angeschlossenen Unterhaltungselektronikgeräte steuern kann. Die Signale werden je nach Zielgerät, beispielsweise auch Handys von RIM oder Nokia, komprimiert und klein gerechnet. Sling Media gehört zum US-Satellitenriesen Echostar, der den Hersteller für 380 Millionen US-Dollar (damals 270 Millionen Euro) im September komplett übernommen hatte.