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 Toshiba
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13.12.2007 06:35
Toshiba verschiebt Marktstart von OLED-Fernsehern -> Probleme bei der Produktion antworten

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba muss einen herben Rückschlag beim technischen Wettlauf um Flachbildfernseher auf Basis der neuen OLED-Technologie hinnehmen.

Die Auslieferung erster Geräte wurde vom Jahr 2010 auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Grund seien Verzögerungen bei der Entwicklung der Massenproduktion. Die Herstellung großer organischer Panel-Komponentzen sei zum jetzigen Zeitpunkt noch zu kostenintensiv, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstagabend (Ortszeit) in Tokio. Ursprünglich hatte Toshiba angekündigt, im Jahr 2009 erste OLED-Bildschirme mit Bilddiagonalen über 70 Zentimetern anzubieten. Derzeit werde geprüft, ob der Einstieg in die Produktion zu einem späteren Zeitpunkt praktikabel sei. Toshiba produziert die organischen Panels gemeinsam mit dem Partner Matsushita (Panasonic).

Mitbewerber Sony hatte bereits im Oktober mit dem XEL-1 den ersten OLED-Fernseher ausgeliefert. Dieser verfügt allerdings lediglich über einen Panel-Durchmesser von 28 Zentimetern und eine Auflösung von 960 mal 540 Bildpunkten. Dennoch war das Gerät, von dem zunächst 2.000 Exemplare monatlich produziert werden, binnen Stunden bei vielen Handelsketten ausverkauft.

Hauptvorteile der OLED-Technik sind ein niedrigerer Stromverbrauch, dünnere Bildschirme und starke Kontrast-Werte. Probleme waren bisher allerdings unter anderem die Lebensdauer der Bildschirme sowie die Produktionstechnologie. Auch Toshiba führte aus, es komme derzeit noch zu Schwierigkeiten beim Bedampfen von größeren Glassubstraten mit organischen Materialien. Man werde sich deshalb in der nächsten Zeit auf die Fertigung kleinerer OLEDs für Handys konzentrieren.

OLED-Produkten (Organic Light Emitting Diode) wird ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe prognostiziert. Die Produkte bestehen aus Nanometer dicken Schichten organischer Halbeiter und organischer Farbstoffe. Je nach ihrer chemischen Struktur können sie Licht in allen sichtbaren Farben erzeugen. Die Materialien werden dabei zwischen zwei elektrischen Kontakten eingebettet. Fließt der Strom durch das Bauelement, geben die elektrischen Ladungsträger ihre Energie an die organischen Moleküle ab, die diese wiederum in Licht umwandeln.

Organische Leuchtdioden verwandeln Strom äußerst effizient in Licht und können als dünne, biegsame Folien hergestellt werden. Bislang werden sie erst als kleine Displays in elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen eingesetzt. Die Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, künftig auch großflächige und flexible Lichtquellen kostengünstig zu erzeugen.

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