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11.12.2007 08:37
3D-Ferneher: neue Technik sorgt für für dreidimesionale Bilder - Prototyp 2008 antworten

Nach dem Boom der flachen Fernsehgeräte sollen in den kommenden Jahren vor allem Modelle mit dreidimensionaler Darstellung bei Konsumenten für Kauflust sorgen.

"Ein 3D-fähiges Fernseh-Display kann in wenigen Jahren schon zum Standard der technischen Wohnzimmerausstattung gehören", sagte Klaus Hopf, Projektmanager am Berliner Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) dem Magazin "Technology Review" am Montag. Gemeinsam mit fünf weiteren Forschungseinrichtungen, darunter drei Universitäten in England, den Niederlanden und Tschechien, arbeitet das Institut an der Entwicklung eines Geräts, mit dem die Zuschauer einen dreidimensionalen Eindruck gewinnen.

Ansätze eines 3D-Fernsehers ohne Brille gibt es schon länger, unter anderem der Hersteller Grundig führte auf der IFA 2007 ein entsprechendes Modell vor. Der bisherige Ansatz scheiterte laut Hopf aber immer wieder an einer mangelhaft scharfen Reproduktion der Bilder. "Wir wollen nicht den Fehler machen, eine schlechte Bildqualität zu reproduzieren", sagte er dem Magazin. Mit einem holographischen Verfahren sei es nicht möglich, eine adäquate Farbqualität zu erzielen. Denn dafür sei es erforderlich, feine Strukturen im Nanometerbereich zu erzeugen. Bezogen auf ein normales LCD-Panel bedeute dies, dass man die Auflösung um ein 100-faches in einer Dimension erhöhen müsse.

Hopf bezeichnete "getrackte Displays" als vielversprechendsten Ansatz. Das System verfügt dabei über eine optische Einrichtung, die die Lichtbündel entsprechend den Augenbewegungen nachführt und auch Objektverschiebungen im Raum per Finger zulässt. Kopf- und Augenbewegungen des Nutzers müssen dabei erfasst werden, dies geschieht durch eine Kamera, die am Monitor angebracht ist. Eine im Display integrierte variable Linsenscheibe, die aus etwa 600 vertikal angeordneten Linsen besteht, strahlt die Bildinformationen stereoskopisch für das linke und rechte Auge je nach Position des Betrachters im Raum getrennt aus.

Eine Vorstufe der Technik hat das Fraunhofer HHI mit dem "Free2c"-Display bereits entwickelt, diese soll auch in künftige 3D-Fernseher einfließen. Bis Ende 2008 soll der erste, für vier Personen geeignete Prototyp fertig sein. Geplant ist, das Gerät etwa zwei Jahre später zunächst einmal auf dem professionellen Markt einzuführen. Bei einem Stückpreis zwischen 4.000 und 5.000 Euro könnte es nach Angaben der "Technology Review" später auch dem Endverbraucher zur Verfügung stehen.

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