Der Verschlüsselungsspezialist Conax arbeitet in Zukunft verstärkt mit Wasserzeichen, um Bewegtbildinhalte besser zu schützen.
Nach einer Lizenzvereinbarung mit der Dolby-Tochter Cinea im September will der Anbieter künftig auch die von Thomson entwickelte Lösung "NexGuard" in sein CA-System integrieren. Damit könnten alle TV-Programme gekennzeichnet werden, die über Satellit, Kabel, IPTV oder terrestrische Netze verbreitet und mit einer digitalen Settop Box empfangen werden, hieß es in einer Mitteilung am Freitag.
Wasserzeichen lassen sich auch in komprimiertem Material hinterlegen, die Skalierungen, Beschneidungen oder erneute Kompressionen überstehen sollen. Das Verfahren hindert Anwender zunächst nicht daran, einen Inhalt zu kopieren - falls es das eingesetzte Digital Rights Management System (DRM) erlaubt. Sollte die Kopie allerdings per Internet verbreitet werden, kann sie eindeutig zugeordnet werden. Jedes Video erhält dafür einen einmalige ID-Code. Angaben zu finanziellen Details oder der Verfügbarkeit der Thomson-Technologie machte Conax nicht.