Mit einer neuen Serie von preiswerten Abspielgeräten will die HD-DVD-Gruppe Punkte im Streit um das Nachfolgeformat der DVD sammeln.
Olivier van Wynendaele, Sprecher der europäischen Promotion Group, kündigte am Freitag auf der Funkausstellung IFA in Berlin an, dass das kanadische Unternehmen Venturer Electronics zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft einen HD-DVD-Player für unter 290 Euro auf den Markt bringen werde.
Die von Toshiba und Microsoft angeführte HD-DVD-Fraktion der Unterhaltungselektronik-Branche liefert sich mit der Blu-ray-Gruppe um Sony einen erbittert geführten Kampf um das Zukunftsformat für Filme.
Toshiba selbst wird zwei Player zum Weihnachtsgeschäft für rund 400 bzw. 500 Euro in die Läden bringen. Ein weiteres Model mit verbesserten Audio-Funktionen soll 450 Euro kosten. Von Onkyo werde es ein neues "absolutes Top-Modell" für unter 1000 Euro geben.
Wynendaele sagte, HD-DVD überzeuge nicht nur beim Preis, sondern mit dem Inhalte-Angebot. So seien inzwischen allein in Europa 400 Filmtitel auf HD-DVD verfügbar, weltweit seien es 1.600 Filme. Auch Herbert Grönemeyer unterstützte mit einer Aufzeichnung eines Live- Konzerts das Format. Jordi Ribas von Microsoft räumte ein, dass Verbraucher durch die Rivalität zwischen HD-DVD und Blu-ray verwirrt werden könnten. "Die Konsumenten haben aber auch gelernt, sich zu entscheiden, etwa zwischen Plasma- und LCD-Technologie bei den Flachbildschirmen."