Das digitale Antennenfernsehen wird in Thüringen weiter ausgebaut. Am 23. Juli soll DVB-T im Thüringer Vogtland sowie in Gera und dem Altenburger Land starten, wie die Thüringer Landesmedienanstalt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Auch in Dresden, Chemnitz, im Erzgebirge und im Sächsischen Vogtland soll DVB-T dann aufgeschaltet werden. Im Oktober kommen noch Magdeburg, Wittenberg und die Harzregion rund um den Brocken hinzu.
8,5 Millionen empfangen DVB-T
In den Regionen Leipzig/Halle und Erfurt/Weimar gibt es das "Überallfernsehen" bereits seit Dezember 2005. Mit der schrittweisen Inbetriebnahme hätten in Mitteldeutschland ab Oktober rund 8,5 Millionen Menschen die Möglichkeit, digitales Fernsehen via Dachantenne zu empfangen. Zuschauer benötigen ein DVB-T-Empfangsgerät, mit dem mindestens elf öffentlich-rechtliche Programme empfangen werden können.
Private beteiligen sich nicht
Private Sender beteiligen sich in Mitteldeutschland nicht an DVB-T. Sie lehnen eine terrestrische Programmverbreitung ab, da ihre Programme über Satellit und die Kabelnetze flächendeckend gut zu empfangen seien.
In den neuen mitteldeutschen DVB-T-Regionen wird seit heute morgen um 6:00 Uhr digitales Antennenfernsehen ausgestrahlt.
Alle Sender sind in Betrieb und laufen stabil, teilte das zuständige Projektbüro am Montag mit. Die offiziellen Startveranstaltungen finden noch am Vormittag statt. Von der Umstellung betroffen sind Dresden, Chemnitz, Erzgebirge, Sächsisches und Thüringisches Vogtland sowie Gera und das Altenburger Land. Im Oktober kommen noch Magdeburg, Wittenberg und die Harzregion rund um den Brocken hinzu.
Nach dem Start Ende 2005 in den Ballungsräumen Erfurt/Weimar und Halle/Leipzig ist das digitale Antennenfernsehen dann in weiten Teilen Mitteldeutschlands empfangbar. Digital sehen können die Zuschauer allerdings nur die öffentlich-rechtlichen Programme ARD, MDR und ZDF. Private Veranstalter beteiligen sich in Mitteldeutschland bislang nicht an DVB-T. Sie lehnen eine terrestrische Programmverbreitung ab.