Im Kartellverfahren um die künftige Zusammenarbeit zwischen Arena und Premiere spielen mögliche Preiserhöhungen des Münchener Bezahlsenders für Bundesliga-Live-Fußball keine Rolle. "Das ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens", sagte ein Kartellamtssprecher am Freitag in Bonn. Derzeit prüft das Bundeskartellamt die Übernahme der Bundesligarechte von Arena durch Premiere. Die Behörde will bis Dienstag eine Entscheidung fällen.
Bundesliga-Übertragungsrechte
Medienberichten zufolge plant Premiere für die Zeit nach der Übernahme der Bundesliga-Übertragungsrechte vom Konkurrenten Arena, einer Tochter des Kölner Kabelnetzbetreibers Unity Media, eine Preiserhöhung. Premiere wolle bereits ab August, wenn die neue Saison beginnt, die Preise für Abonnenten des Bundesliga-Pakets auf 19,90 Euro im Monat erhöhen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Branchenkreise. Bisher müssen Fußballfans bei Arena monatlich 14,90 Euro bezahlen. Nur für Satelliten-Kunden kommt derzeit noch eine Gebühr von fünf Euro im Monat hinzu.