Die beiden möglichen DVD-Nachfolger Blu-ray und HD-DVD befinden sich in Deutschland weiter auf Wachstumskurs - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau.
In Deutschland wurden seit Jahresbeginn rund 62.000 Blu-ray-Medien und etwa 34.000 HD-DVDs abgesetzt, teilte das Marktforschungsunternehmen Media Control am Dienstag mit. Die erzielten Umsätze von BD-Produkten beliefen sich damit auf etwa zwei Million Euro. HD-DVDs blieben knapp unter der Grenze von einer Million. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden nach früheren Angaben etwa 100,6 Millionen Spielfilm-DVDs in PAL-Auflösung abgesetzt, der Umsatz damit betrug 1,3 Milliarden Euro.
Einen Schub habe es für Blu-ray nach der Markteinführung von Sonys Spielekonsole PlayStation3 Ende März gegeben, hieß es. Rund 57.000 Einheiten wurden seit dem Verkaufsstart der PS3 veräußert. Im selben Zeitraum nahmen sich Verbraucher etwa 18.000 HD-DVDs mit nach Hause. Im Durchschnitt wechselten wöchentlich rund 2.500 Blu-ray-Filme den Besitzer. Produkte auf HD-DVD kamen auf knapp 1.400 Stück pro Woche. Bisher wurden 115 Filme auf Blu-ray veröffentlicht. Im konkurrierneden HD-DVD-Format sind zurzeit 101 Titel verfügbar.