Premiere hat am Montag erneut versucht seine Verschlüsselung gegen Pay-TV-Hacker abzusichern. Dafür nahm der Münchner Bezahlsender einen so genannten Keywechsel vor. Doch bereits gegen Mittag hatten Hacker den neuen Schlüssel erneut geknackt und verbreiteten die Files über einschlägige Internetboards. Seit dem Wochenende sind dem Vernehmen nach auch Software-Emulatoren wieder im Einsatz.
Hackerkarten und Module Nach dem Wechsel des Schlüssels konnte sich der Abosender nur für rund zwei Stunden zurücklehnen. Dann waren Dateien, die in Kombination mit illegalen Smartkarten vom Typ Anaconda oder Minerva sowie mit den CI-Modulen Diablo und T-Rex sämtliche Kanäle des Bezahlsenders entschlüsseln, wieder verfügbar.
Emulatoren wieder im Einsatz Ohnehin kursieren seit dem Wochenende Updates für emulierte Conditional-Access-Module (CAMS), die Premiere auch ohne Smartkarte entschlüsseln. Offenbar laufen die Emulatoren jedoch nur bei vereinzelten Receivern von Herstellern wie Echolink, Starsat, FTE Max oder Universe. Mit den in der Szene beliebten modifizierten Geräten Dreambox, Dbox oder Humax 5400 bleibe das Bild schwarz, heißt es.
Maßnahmen gegen Piraterie Premiere unternimmt seit Jahren Maßnahmen gegen Pay-TV-Piraterie und greift bei Schwarzsehern rigoros durch, denn das illegale Entschlüsseln von Bezahlprogrammen ist strafbar. Mit einem regulären Premiere-Abo fahren Kunden ohnehin fast immer besser. Dafür sorgt nicht zuletzt die transparente Preispolitik des Unternehmens: Seit Herbst 2006 kostet ein Einzelpaket monatlich nur rund zehn Euro